Aus der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 22.07.2006


Eine Stadt bei Saunatemperaturen im Lauffieber

Grünlandschule gewinnt bei Bürgerfestlauf den Grundschulcup

FREIBERG (vol) - „Freiberg ist viel schöner als Berlin", sangen die Schüler kurz vor Ihrem Start beim ersten Freiberger Bürgerfestlauf. Mit Applaus und Zurufen wurden die Läufer angefeuert, Duschen aus Gartenschläuchen sorgten für kurze Abkühlung.

Schönes Wetter hatten sich die Organisatoren schon gewünscht, aber so heiß hätte es ja nicht gleich werden müssen. Trotzdem herrschte am Freitagnachmittag bei der Ausgabe der Startunterlagen großes Gedrängel im Prisma. Allen Mahnungen zum Trotz, bei der schwülen Hitze und den erhöhten Ozonwerten, körperliche Belastungen zu vermeiden, nahmen genau 773 Läufer am ersten Freiberger Bürgerfestlauf teil.

Sieg beim Grundschulcup

Los ging's mit dem AOK-Schülerlauf über zwei Kilometer, bei dem 321 Jungen und Mädchen teilnahmen. Der schnellste Junge war Nico Walter vom SGV Freiberg mit 7:22 Minuten, bei den Mädchen hatte Dagmar Heidmann von der Grünlandschule mit 8:12 Minuten die Nase vom. Von den drei Freiberger Grundschulen hatte die Grünlandschule die 50.schnellsten Läufer ins Rennen geschickt und durfte sich über den Grundschulcup freuen.
Nachdem alle Kinder glücklich das Ziel erreicht hatten, starteten Jugendliche und Erwachsene zum Kreissparkassenlauf über fünf Kilometer und zum Zehn-Kilometer-Süwag-Energielauf. Die nassen Schwämme und Getränke, die an mehreren Stationen auf die Läufer warteten, brachten kaum Erfrischung. Doch die Freiberger Bürger dachten mit: Alle paar hundert Meter stand ein Anwohner mit dem Gartenschlauch parat, um den Läufern eine kühle Dusche zu verpassen.
Die Strecke fand allgemein großen Anklang. „Sie ist einfach genial, es geht flach bergab, und knackig hoch, genau das liegt mir", schwärmt Anja Schnabel vom LAZ Salamander Korn-westheim, die ihrer Favoritenposition gerecht wurde und mit 36:36 Minuten die zehn Kilometer als schnellste Frau zurücklegte. Bei den Männern siegte wie erwartet Michael Pfeiffer vom. Sparda-Team Rechenberg mit 33:31 Minuten. Die besten Freiberger Läufer waren Rai-ner Mühlberg (37:12) und Carmen Dötterer (47:55). Über fünf Kilometer hatten Marcel Ganszky (19:07) und Anja Tognotti (20:55) die Nase vorn.
Das schwüle Wetter forderte freilich seinen Tribut. Viele Läufer gerieten an ihre Grenzen, 15 mussten vom DRK wegen Kreislaufbeschwerden versorgt werden. „Doch es waren nur Flüssigkeitsprobleme, wir haben alles mit Getränken in den Griff bekommen, niemand musste ins Krankenhaus", so die Auskunft der Rotkreuzler. „Wenn es so heiß ist, sollte man den Veranstaltungsbeginn einfach eine Stunde nach hinten verlegen", hätte sich die Favoritin Anja Schnabel gewünscht.

In den Hallen geduscht

Nach dem Lauf nutzten die Läufer gern das Angebot, im Hallenbad zu duschen und zu baden, um sich anschließend bei einer kostenlose Massage die Muskeln lockern zu lassen.
Rundum zufrieden zeigte sich das Organisationsteam mit seinem ersten Bürgerfestlauf. „Es sind genau so viel Läufer, wie wir uns erhofft haben und damit deutlich mehr Teilnehmer, als man uns in der Laufszene zugetraut hat", freute sich Organisationschef Martin Hampp.


Bild: Michael Fuchs (Großes Gedrängel: Trotz großer Hitze gingen 773 Läufer an den Start.)
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